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Das Original: D´Allgaier G´schicht von Jochen König:
(Jetzt überarbeitet auch als Buch lieferbar)
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D' Allgaier G'schicht
Millione Joahr isch es scho her doa hoat´s b'eis g'hätt a riesig's Meer, mit Insle din und Palmeschtrand, a richtig´s warmes Südseeland.
Im Wass'r din sind Haifisch g´schwomme Elefante sind zum Bade g'komme, dia Tiger sind im Wald rumg´schprunge vo Baum zu Baum sind d'Affe g'schwunge.
Ganz langsam hand si d´Felse g´hobe
und s´ Wass'r isch ausnand'r g´schtobe. Vo unde druckt a groaße Kraft dia´s noach viel taused Joahr au schafft daß eisre Bearg si auftürmt hand so groaß und mächtig wia a Wand.
Auf uimaol isch es kälter woare und s'ganze Land isch zemetg´frore dia Gletscher hoat's vom Bearg ratriebe viel Schnee isch au no liegebliebe. Ds Land hoat's zuadeckt, all's v'rschwunde
du hättsch doa b´eis nigs g´seah' , nigs g´funde, denn zwische Fische und Sonthofe, wärsch auf'r dickschte Eisschicht g´loffe. Des Eis in Kempte glaub m´r´s doch, isch g´wea dreihundert Met'r hoach.
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Dia earschte Leit
Endle isch's langsam wärmer woare, des Eis isch g´schmol ze - earschte Schtoare sind g'wachse bis noa mit d'r Zeit
a Urwald g'wea isch weit und breit.
Und´s Eis, was ietz so langsam taut hoat si in groaße Sea g'schtaut: Bei Kempte und im Füaßer Land sigsch no, wo's si ausbreitet hand.
Ob Alp- ,ob Hopfe-, Weißesee ja, s'Allgäu isch seit dear Zeit schee! D´Eiszeit isch schuld, daß jed'r B´suach moint, s'Allgäu isch a Bilderbuach.
So langsam sind ietz d'Jäger g'komme,
hand Schtoibeil und au Fauschtkeil g'nomme, und sind durch eisre Wälder zoge, hand d'Äschtle ra zu Hitte boge, sind bei de Bearg in d´Hehle g'schloffe, mit Knochepfeil hand's Bäre troffe,
doch hand´s doa b'eis it lang v´rweilt, g'müatle isch's it g'wea, it wia heit.
Viel schpät´r hand se´n Acker pflüaget, hand Lehm und Zweig' zum Haus z´samgfüaget, hand Tiere züchtet, Kleid'r g'wobe,
sind nimma umanander ´zoge.
Doch dia. hand z'earsch im Underland, si kloine Häusle baut mitnand, so z´Memminge und z'Mindehoi ! Im Oberallgäu hoat's z´viel Schtoi, und außerdem au viel z'viel Wald
und s´Weatt'r, mei so grausig kalt.
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Vo Kelte und Remer
Auf oimol isch noa d'Schtoizeit aus, Metall isch komme in jed's Haus: Schöptlöffel, Werkzuig, Waffe, Schmuck,
koin Grusch, noi, noi, au scheene Schtuck hand dia Leit g'hett, ma hoat's ja g'funde im Underallgäu - z'Schlinge dunde.
Fünfhundert Joahr voar eisrer Zelt doa sind z´eis komme andre Leit.
Dia Dörfer hand's auf d'Bearg naufbaut, sie hand - scheint's - it an jed'm traut. Doch hand se´s mit de Viach'r kenne, Küah hand se g'hätt und au no Henne. Und grad wia d'Baure hand se g'schaffet
an Käs dean hoat ba au scho g'machet, ma hoat'n au scho exportiert und noach Italien nawärts g´füahrt !
Und daß beim Reite geit koi Wunde hand dia Leit d' Lead´rhos erfunde.
Hand'r's scho g'merkt, um wen's ietz goaht, wer ietz im Buach d'r G'schichte schtoaht ? Ja, richtig, es sind d'Kelte g´wease dia sind doa b'eis doa z'Kempte g'seasse Und Cambodunum hoat ba´s g´nennt
und weit und breit doa hoat ma's g'kennt. Und au in eiserm Dialekt, hoat si viel keltisches verschteckt: Glufe und Krette hoat ba g´hätt vom Karre hoat ma au scho g'redt, und d'Gumpe sind doa b´eis im Land
als Wasserlöcher wohlbekannt.
Doch d'Kelte sind ja au it bliebe, denn d'Remer hand se weit'rtriebe, dia hand b'eis g´haust a lange Zeit und Reschte find'sch d´rvo no heit:
Am Kemter Lindebearg doa sigsch, wia's remisch Leabe schee g´wea isch Doa sind dia Therme und luag g'nau du sigsch au ihre Tempel schtau, dia hoat ba so wia früaher g´richt,
s´isch ja a Schtuck d'r Kempter G'schicht. Ma hoat des Zuig alls schee sortiert im Zumsteinhaus weard´s präsentiert: Dear groaße Schatz vo Wiggeschbach, des Handwerkszuig und d'Töpfersach,
dia Heizung, s'G'wand und au d'Frisur und d'Salatschüssel mit Glasur. Es isch it ohne, was doa schtoaht und was ma daomols g'machet hoat.
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Eisre Vorfahre kommet
Doch hoat au d´Remerzeit a End, denn d'Alemanne kommet g'rennt. Dia hand z´earsch g´haust in deane Lande
wo schpät'r isch Berlin entschtande, drum sag i jed'm dear's it woiß: "D´r Alemann' isch fascht a Preiß! "
Dia sind ietz eascht zum Limes zoge hand d´Palisade rawärts boge,
und sind noa, schnell wia se halt sind, de Remer noach - und dia hand g'schwind ihr Zuig v'rgrabe und v'rschteckt daß's au d´r Feind it z'schnell entdeckt.
Bald drauf sind d´Remer wiederg´komme,
hand si des Land halt nomoal g'nomme. Zwoihundert Joahr isch's hie und her, noa war au´s Allgäu remerleer !
Doch d'Alemanne mit de Franke hand g'hoaret - und si kennet danke, daß ma se ohne viel Trara
hoat ziahe loasse d´Flußläuf' na. A'g'fange hand se´s Dörfergründe. Mit " ingen " doa kasch's heit no finde: Des sind dia earschte g'wea im Land und baut vo Alemannenhand !
Noa hand se welle Häuser baue: In d'Bäum nei hand se Zeiche g'haue in dia, dia ringsrum g'schtande sind. A Fuir hand se noa anzündt und sind drei Tag det hockebliebe und hoat se koiner doa v'r'triebe,
noa hand se kenne s'Haus ausmesse Ihr B´sitz isch's g´wea, sie hand´s ja b´sesse.
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Magnus , d'r Aposchtel vom Allgäu
Auf oimoal ab´r kommet zwoi, so durch de Wald, so ganz alloi, sie hand koi Angscht voar Schwert und Schpeer
und d'Leit kommet zu ihne her... Und so erfahret d´Alemanne vom Beate und vom Kirchegange und daß d'r Donn'r, Blitz und Wind koi Werk vo ihre Gött´r sind.
Doch isch d´r Magnus nauf auf Füasse,
v´rgeasse hand dia Kempter s'Büasse und manche hand all´s so v´rbocket und sind meh´unt'r d'Eiche g´hocket.
D'r Magnus - als'r z'ruck isch komme dear haat se "bei de Oahre gnomme "
s'hoat´s braucht, denn Ma´und Weib und Kind hand b´eis - au heit - an oigne Grind.
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Karl und Hildegard
Bald isch d'r Karl noa Kenig woare und deam sei Frau, dia hast si 's g´schwoare "De Kempter hilf i 's Kloaschterbaue !"
dear hoat ba kenne au v'rtraue! Si hoat an Haufe Zuig und Geld ´m Kloascht'r zur Verfügung g´schtellt. "Du woisch it, wer dia Frau isch g'wease?" Ihr´n Name dean ka'sch oft no lease,
denn du findsch ieb´rall in dr Schtadt dean Name vo´ d´r Hildegard. Damit ma allat an se denkt, hoat ma am Platz ihr´n Name g´schenkt und a Gymnasium heißt ganz gleich, wia d´ Kenigin vom Frankereich.
Und weil ihr Ma' hoat soviel kenne, doa heart ma ´n oft "de Groaße" nenne.
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D' Schtadt und s'Kloascht´r
Scho lang hoat´s d´Schtadt reacht arg scheniert, daß ´s Kloschter daß gar so schtreng regiert, daß si des gar it zeigt bereit
dia Schteure z´mindre füar dia Leit, und mit dßr Zeit noa sind´s zwoi Städt ma hoat a Reichs- undSchtiftsstadt g´hätt, und jede luagt auf´s oige Sach: ma hoat statt Friede meischtens Krach.
Wo d'Reichsschtadt g´wea isch, du weisch's g´wiß! Grad doa, wo heit no d' Altschtadt isch. S' earscht Kloascht'r, Schtift hoat ma´s au g´nennt, isch it bloß oimal ganz ra'b'rennt. So ebbas isch halt oft passiert,
ma hoat's au it lang repariert. "A nuis weard baut! " dös war d´r Roat a´n Platz, wo d' Residenz heit schtoaht. Det isch es bliebe no bis heit, doch g'wiß wisset's it alle Leit,
wia oft ma d' Kirch und s' Kloascht'r hoat umbaut, und g'macht wia's heit daoschtoaht.
Regieret hand im Kloascht'r d'Äbt, dia hand ihr Sach scho zemetg'hebt. Bald hoat ne au an Haufe g'heart
und dös hand's au no g´schickt vermehrt. Bis Grönebach, bis Legau nun, vo Wiggeschbach auf Günzach num, Tinge und Aitrang it v'rgeasse, viel Leit und Derfer hand se b'seasse. D'rneabe hand in früahrer Zeit
viel Fürste si ins Allgäu teilt. Ob Röthe'bach, ob Pappe'heim ob Königsegg, ob Werde'stein, ob d' Herrn vo Montfort oder Teck, ob Langen- oder Hohenegg, ob Klöascht'r, Groafe, Reichsvogtei,
nigs wia a groaße Rangelei, um dean Hof doa, um sellen det, host's it bloß oimoal Ärger g'hett. Es sind ja au in eiser'm Land grad gnua g´west, dia an B'sitz g´hätt hand. Sechshundert Burge - ka´sch ja denke
doa will koi oi'zger ebb's v'rschenke.
Au d'Äbt vom Kloascht'r hoißt ma Groafe, doch wear viel hoat, dear ka schleacht schloafe, denn d'Leit im Land duß hand füar's Leabe
de hohe Herre d'Schteire geabe, und s´Volk hoat au it allat welle des oige Sach ganz hint' na schtelle. Wia oft sind's in de Häusle g´hocket hand's Brot in d' dinne Suppe brocket,
au d' Ernte - meischtens schleacht und kloi hoat au it ausg´reicht satt zum sei.
Noa sind d'r zua noa d' Seiche komme und deane isch ma it v' rtronne, denn mit a fürchterliche Kraft
hoat d' Pescht viel Leit und Vieh wegg'rafft. Bloß Joam'r hearsch, grausam hast g'herrs du sigsch viel Not Grausam hoat g´herrscht d'r Schwarze Tod!
Krankheit und Hung´r, s' Volk hoat g'schtöhnet
koi Wohlschtand hoat dia Leit v'rwehnet, und isch's meh gange a baar Woche, isch doa und det d´r Kriag aus´broche.
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D'r Baureaufschtand
A ganz a schlimme Zeit im Land isch heit als Baurekriag bekannt . Mit Brieg'l, Seages, Morgeschteare, sind d' Baure zoge geg's dia Herre.
All hand a Wuat g'hätt gegs dia selle, hand's allat no meh Schteire welle. Doch hoat nigs g'holfe, au koi Bitt, ma hoat it g'froagt, goaht's od´r it.
Noa sind dia Baure zemetg´komme
hand vonanand des Leid v´rnomme, v´rzöllt hand se alls deane Herre, und g'sait, was alls sott bess'r weare. Am End - i hau´s scho voarher g'schriebe isch bloß d'r Kriag no füar se bliebe.
Gar viel, was hoat de Herre g'hearet hand d'Baure a´brennt und z´rschtearet.
Drauf hoat d'r Kriag eascht recht a´g´fange meh als a Joahr isch's Kämpfe gange, doch gegs Soldate und Kanone,
ka si d'r gröaschte Muat it lohne. Dia Baure hand si tapfer g'halte und hätt ihr Haufe si it g'schpalte, no hättens g'wiß, ma ka's heit sage, des Fürschteheer ganz sauber g´schlage.
D´r Abt - ma hoat´n it besiegt, doch d' Baure hand´n so bekriegt, daß ´r, bevor se 'n g'fange hand, er abg´haut isch gleich naus auf's Land. Er hoat si g'suacht a Domizil in Liebenthann - doch nimma viel
isch vo sei'm Hab und Guat no bliebe! Gleich hoat 'm drum au d' Reichsschtadt g´schriebe und g´froagt, ob er it gegs viel Geld ihr d´ Freiheit zur Verfügung stellt, denn allat no hoat's Schtift probiert,
wia ma dia Reichsschtsdt schikaniert!
Dreihundert Gulden - endle g´schafft und d' Schtadt lebt auf mit nuier Kraft. D'r Abt isch froh g´wea, er hoat kenne mi´m Geld zum Mebelkaufe renne.
Au deam isch nämle it viel bliebe als Noat und Krieg ´n hand v'rtriebe. letz hoat ´r zwar auf´s Reacht v´rzicht doch all des Geld des hoat'n g'richt.
" D´r groaße Kauf " - so ka' ma 's lease
isch d´ Freiheit füar d'Schtadt Kempte g´wease.
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Und d'rnaoch?"
D´r Kriag isch rumg´west, s'Land ausbluatet, viel z´lang hand b'eis dia Landskneacht g´wuatet, des Land v' rtramplet und v´rdorbe
und viel z'viel Leit krank und v´rschtorbe.
Bloß langsam isch´s meh aufwärts gange, au ´s Allgäu hoat meh s´Blüah´a´gfange, doch hoat ma müasse eisre Baure it minder als d'rvoar bedaure,
denn b'eis im Land hand müasse alle wia vorher au z´viel Schteire zahle.
Ja, Friede - s´Wort vorbei, v´rgeasse scho hoat d´r negschd Kriag d´Vorrät g´freasse grad oiner: Dear isch b´eis im Land
als Dreißigjähr´ger bekannt.
Wüascht hand si d´ Schwede b´eis benomme zuar Ruah bisch Dag und Nacht it g´komme, plünd´re und schteahle, brenne, raube, an Friede hoasch it kenne glaube,
denn au vom Kaiser dia Soldate hand s´Wüaschttua kenne it v´rwate. A Danksche isch zum Hiem´l g´floge als d´wiaschte Häufe weit´rzoge.
Des Land doa b´eis - vom Kriag umpflüaget,
v´reinte Kraft hoat´s zemetg´füaget und auf´baut, was im Dreck isch g'leage viel hoat ma g´schafft mit Gottes Seage.
Au z´ Kempte hand se g´haust, dia Schwede s´ Schtift isch in Schutt und Asche g´lege.
Ma hoat´s nui plant, ma hoat´s nui baut, hoat si au an ebbs b´sonders traut, , denn d´ Lorenzkirch´ wia se heit schtrahlt, dreihundert Joahr isch se scho alt! Jetzt hoat d´ Barockzeit Ei´zug g´halte,
in viele Kirche - au in alte hoat d´ Farb dia Freid zum Ausdruck broacht, hoat Schtuck dia Räum´ weit offe g´macht, daß ma hoat g´moint, ma heart es klinge, wia d´ Engel d´ Ehre Gottes singe.
I hoff, daß d´ viele Kirche kennsch und daß d´ a bar mit Name nennsch wenn i di froag, was aus dear Zeit im Allgäu seahe kasch no heit. Mit zu de scheanschte, du wearsch ´s wisse
von Mindelhoi bis nauf auf Füasse, schtrahlt weit in´d lieblich grüane Au d´r Ottobeurer Kirchebau.
Doch luag di um in eiserm Land, Barockes isch wia an´m Band Aufg´reiht an Schtroaße groaß und kloi,
jed´s Dörfle hoat sein Edelschtoi. Aus Kirche und Kapelle lacht, was d´ Kunscht zur Ehre Gottes g´macht.
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Under´m nuie Wappe
Bald simm´r noachat Bay´risch woare, doch packt so manch´n heit de Zoare, wenn´r dradenkt daß ieb´r Nacht,
a Bleischtiftstrich des fertig´broacht, daß ma de Klöscht´r alls hoat g´nomme, füar des, daß s´ Pfälzer Land v´rtronne. Und z´ Augsburg, Kempte, Ottobeure hand d´ Mönche kenne Abschied feire.
Jetz hoat a Kenig b´ eis regieret und s´ Land hoat d´bayrisch Fahne zieret.
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... und no ebbas nuies
D´rweil doa hoat in England diebe oiner mit Dampf d´Maschin a´triebe. S´hoat it lang dauret und au b´eis
sind d´Zügle g´fahre auf´m Gleis. Es isch zwar eascht recht langsam gange Doch hoat a nuie Zeit a´g´fange.
Füar´s Allgäu doamols hoat zum Leabe dear Flachs koim meß a Zukunft geabe.
D´ Maschine hand viel schneller g´wobe D´Hoffnung auf Arbat isch zerschtobe. S´scheanschte Schtuck Stoff im Keller dunde hoat selten meh an Käufer g´funde.
"So goaht´s it weit´r " hoat´r g´sagt
d´r Hirnbein Karl - und er hoat´s packt im Allgäu ebbas ei´zumführe mit deam dia Leit au kennet schpüara daß si ihr Schaffe wied´r lohnt füar jed´n, dear im Allgäu wohnt.
Ma hoat jetzt guates Braunvieh zücht´, viel Vieh hoat jed´n Bauer g´richt und d´ Milch, im Allgäu s´ weiße Gold hoat ma vo alle Hef´ ietz g´holt, g´lobt hoat ma´s Allgäu weit und breit
als Käs- und Milchland seit dear Zeit.
Noa sind au d´ Fremde z´eis herkomme, daß ´s schneller goaht, hand´s Zügle g´nomme und z´ Pfronte, z´ Oberschdorf und z´ Füasse hoasch kenne Nordlichter begrüaße.
Ma hoat se Sammerfrischler g´höiße und eisre Pferd, Küh und au d´Goiße, dia hand´ ne g´falle - und au d´ Tracht, hoat an reacht guate Ei´druck g´macht! Bald drauf na hoat ma´n müasse zeige
wia ma kennt schnell auf d´ Bearg naufschteige!
Weag hoat´s ja doamols it viel geabe, doch daß au koiner dappt d´rneabe, sind d´Füahrer mit de Gäscht loszoge und hand se a´gseilt, g´schützt und g´schobe.
Doch ganz an b´sondre Dienscht am Kunde, dean hoat d´r Gascht am Grinte g´funde, füar dean, dem z´ aschtrengend dear Schport hoat´s det an Maultier - Bearg - Transchport.
Au des ´m Himbein sei Idee! Und no d´rzua baut er auf d´ Höh´, damit noach all deane Schtrapaze d´ Leit au in Ruah det kennet raschte: An Berggaschthof ! Noa sind dia Schtunde
D´r A´schtrengung mit Freid v´rbunde.
Doch au des Vieh krieagt Heheluft und g´sund´n, frisch´n Gräserduft, denn wenn ma´s ka de Leit a´roate noa weard´s de Viech´r au it schade.
Alphütte sind ietz auf´baut woare und d´Almwirtschaft hoatma gebore! Und aus deam guate Bergesfuatt´r Gibt´s Bergkäs, Milch und au an Butt´r.
Seit deam sind hundert Joahr v´rgange,
mit Bahne ka´sch zum Gipf´l g´lange doch loaß d´r´s Loffe it v´rdrieße, gang z´Fuaß nauf, dua d´ Natur genieße.
Und luag vo dob ra auf dei Land,
doa isch a Fluß, er ziagt sei Band, doa sind dia Derf´r, Wäld´r, Wiese, daa sigsch dia kloine Bächle fliaße, doa leichtet d´Bluame, läutet d´Glocke ! Komm loaß d´r Zeit, bleib amoal hocke,
frei di an deam, was d´ all´s doa sigsch und denk dra, daß ´s dei Hoimat isch.
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